Um 6 Uhr morgens sollten wir eigentlich abgeholt werden und nach einer halben Stunde dachten wir schon, es würde keiner mehr kommen, als endlich ein Auto um die Ecke geprescht kam. Zum Glück, denn wir hatten weder Internet noch Geld auf dem Handy, um Crystal Dive anzurufen. Der Weg zur Tauchschule war ein erneuter Höllenritt, weil der Fahrer meinte, er müsse alle Autos in Kurven überholen. Ich hatte so Angst, dass wie den Abhang neben der Straße runterrutschen!! Angekommen schaufelten wir uns schnell Pfannkuchen rein und checkten unsere Ausrüstung, bevor es ab aufs Boot ging.
Leider war unter Wasser die Sicht sehr schlecht, sodass wir bei 27m alles nur noch staubig und grün sahen, aber wir haben jetzt die Berechtigung auf 30m tiefe zu tauchen. :)
Der zweite Tauchgang war etwas spektakulärer, da wir zu einem Wrack getaucht sind. Ein japanisches Kampfschiff, welches extra versenkt wurde, damit Koh Tao ein Wrack zum Tauchen hat. :D
Auf dem Boot entschlossen wir uns spontan doch noch heute nach Koh Phangan zu reisen und die Fullmoonparty mitzunehmen. Um halb 12 nachdem wir mit Steffi die Fragen noch einmal durchgegangen waren, sind wir mit dem Taxi wieder ins Family Resort gebracht worden, haben dort im Eiltempo geduscht, unsere Sachen gepackt, uns verabschiedet und sind dann mit dem Taxi wieder zum Hafen, wo wir wie durch ein Wunder noch zwei Plätze auf der Fähre ergattern konnten. Dann wurde noch schnell das Handyguthaben aufgeladen und unsere leckeren Ovomaltinekekse gekauft und ab ging die Fahrt, die mal wieder erst 45min nach Plan anfing.
Auf Koh Phangan mieteten wir uns direkt am Hafen einen Roller und beluden ihn mit uns und unseren Rucksäcken (in Thailand wäre es wahrscheinlich erlaubt gewesen sogar noch ne Kuh mitzunehmen :D). Nachdem wir ne gute Weile in die falsche Richtung fuhren und beide schon etwas pissig waren, weil die Dämmerung schon einsetzte, entschlossen wir uns doch ein Resort zu suchen, dass von der Fullmoonparty nicht all zu weit entfernt ist. Kurz vor einem sehr steilen Hang fanden wir das Orchid Resort in bester Lage und mit super schönen Zimmern. Eigentlich muss man zur Zeit der Fullmoonparty mindestens vier Nächte buchen, aber es wurde für uns zum Glück eine Ausnahme gemacht. :)
Nachdem wir geduscht und uns aufgehübscht hatten, sind wir mit dem Roller zu Enna und Massimo gefahren, weil die nicht gecheckt haben, dass wir viel näher an der Party dran wohnen. :D Also fuhren wir den Weg wieder zusammen zurück und weiter bis zur Fullmoonparty, wo wir uns erst einmal Farbe kauften. Die Farbe leuchtet nämlich bei Schwarzlicht. :)) Die Party war der Knaller!! So viele Menschen, so viel Musik und eine wahnsinns Stimmung. Es hat sich so gelohnt, das nicht verpasst zu haben!!!!!!
Erste Nacht ohne Klimaanlage überstanden. Zum Glück konnte man zu drei Seiten die Fenster aufmachen, weil es Fliegengitter gab. Aber es war trotzdem viel zu warm zum schlafen!! Gefrühstückt haben wir am nächsten morgen mit Annette und Papa am Strand. :) Nachdem wir unsere Handtücher im Schatten platziert hatten, schnappten wir uns gleich Schnorchel und Taucherbrille und liefen ins Meer. Wir waren beide so erstaunt, wie bunt es direkt am Strand sein kann. Ich habe so etwas noch nie gesehen!! Wir haben mehr Fische gesehen als beim Tauchen und die Fische waren sogar genauso groß!! Die Bucht selber ist auch einfach himmlisch. Große Felsen ragen aus dem Wasser und die Hütten stehen am Hang, sodass jeder einen fantastischen Ausblick genießen kann. Als wir dann gegen halb 5 Mittagessen waren, haben wir Enna und Massimo zufällig getroffen, die sich einen Roller gemietet und die nur schwer befahrbaren Straßen überstanden hatten. In der Zeit, in der wir noch aßen, schnorchelten beide mit unserem Equipment umher und waren genauso verblüfft von der Vielfalt wie wir. Um halb 6 sind Enna, Alex und ich weiter rausgeschwommen, um eventuell Haie zu sehen, aber leider sind wir keinem begegnet. :(
Zu Abend aßen wir wieder mit Annette und Papa und mussten dann noch zwei Fragebögen übers Tief- und Wrackgauchen ausfüllen, weil wir für den nächsten Tag zwei Adventuredives gebucht hatten. :))
Schon um 5:45 Uhr klingelte unser Wecker und es hieß die letzten Sachen zu packen, fertig machen und den Schlüssel abgeben. Zum Glück hat das Restaurant soooo.. früh schon auf und wir konnten wieder gut frühstücken bevor wir unsere letzten zwei Tauchgänge antraten. Heute wurde auch unser Tauchvideo gedreht, also wurden wir von einem Kameramann begleitet. Beim ersten Tauchgang machten wir unsere letzten Übungen und den zweiten Tauchgang durften wir dann einfach nur genießen. Wären Alex und Massimo nicht dabei gewesen, hätten wir sogar jeden Tauchgang 15 Minuten länger machen können. :D Die saugen einfach zu viel Luft! Steffi wurde während des Tauchgangs plötzlich von einem Triggerfish attackiert, welcher ihr in die Flossen biss. Jetzt hab ich Angst vor denen. :D Der Kameramann ist sofort hin, um coole Aufnahmen zu machen.. Etwas lebensmüde. :P
Zurück auf dem Tauchboot waren alle ganz schön fertig aber auch froh den Tauchkurs gemacht zu haben. Ein letzter Sprung vom Deck besiedelte unseren Abschluss.
Als wir vom Boot wieder runtergingen, aßen wir als erstes zu Mittag und schnorchelten dann noch ein wenig bis ca. 16 Uhr. Dann wollte ich unbedingt mit dem Longtailboot nach Ko Nang Yuan. Eine kleine Insel (oder besser drei kleine Inseln, welche durch Sandbänke verbunden sind), welche von weitem schon soooo.. traumhaft aussah. Schnell noch Enna und Massimo geschnappt und schon waren wir im Paradis. Es war glaube ich auch eine gute Entscheidung erst um 16 Uhr loszufahren, weil ich später gelesen habe, dass die Insel wahnsinnig überlaufen sein soll. Davon haben wir aber zum Glück nichts mitbekommen. Wenn man keine Unterkunft hat muss man schon um 17:30 Uhr die Insel wieder verlassen. Aber es war trotzdem super schön sie gesehen zu haben!!!!
Das Tauchvideo wurde um 19 Uhr gezeigt und wir waren alle so begeistert, dass wir beschlossen alle eins zu kaufen. Nach unserer Zertifizierung als Open Water Diver, mieteten wir uns um 20:30 Uhr ein Taxi und fuhren zur Tanote Bay, wo Papa und Annette die Tage im Family Resort verbrachten. In einem kleinen aus Holz erbauten Strandrestaurant aßen wir auf der Dachterrasse zu Abend. Es war eine wunderschöne Atmosphäre und auch der Kellner war sehr aufmerksam und freundlich.